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Umsatzplanung und Umlagerungssteuerung bei der GERRY WEBER International AG

11.07.18 13:14

„Open to buy“ – eine Individualsoftware zur Umsatzplanung und Umlagerungssteuerung als Prozessbeschleuniger und Kostensenker.

Umsatzplanung und Umlagerungssteuerung bei der GERRY WEBER International AG

Ausgangssituation

GERRY WEBER agiert als internationaler Fashion- und Lifestyle-Konzern und unterhält eigene Stores oder Shop-in-Shop-Flächen. Durch ein herausragendes Markenportfolio, flexible Vertriebsstrategien, schlanke Beschaffungs-, IT- und Logistikstrukturen sowie innovative Ideen hat sich das Unternehmen zu einem börsennotierten Global Player in der Modeindustrie entwickelt. Als vertikaler Systemanbieter setzt das Unternehmen neben dem Wholesale-Business verstärkt auf das eigene Retail-Geschäft. Die HOUSES of GERRY WEBER tragen mit attraktiven Store-Konzepten in Toplagen wesentlich zur Wachstumsdynamik des Unternehmens bei und unterstützen die nationale und internationale Markenpräsenz.

Aufgabenstellung

Im Rahmen der Vertikalisierungsstrategie des Unternehmens hat die GERRY WEBER International AG verschiedene Projekte aufgesetzt. Ziel ist es, die Prozesse der einzelnen Wertschöpfungsstufen leichter anzupassen, um dadurch schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Das Teilprojekt Open to buy (kurz OTB) zielte vor allem auf die Erhöhung der Prozesstransparenz, eine verbesserte Prognose- und Planungsqualität sowie auf die Herstellung einer adäquaten Steuerungs- und Handlungsfähigkeit bei Umlagerungen ab.

Im Zentrum der gesamten Vertikalisierungsstrategie stehen individuell abgestimmte Prozesse und IT-Systeme. Durch sie lässt sich die notwendige Verschlankung der Prozesse adäquat darstellen.

Die Lösung

Das Projekt verlief in zwei Hauptabschnitten. Im ersten Teilprojekt wurde ein Tool zur Umsatzplanung entwickelt. Das System dient dem Einzelhandel zur Planung der Monatsumsätze am POS und des daraus resultierenden Warenbedarfs.

Höhere Qualität der Umlagerung durch Fuzzylogik 
Eine echte Innovation stellt der Umlagerungsmarktplatz dar. Über diesen werden Artikel auf Store-Ebene umgelagert. Das Entscheidungssystem, das bestimmt, was wohin geliefert wird, basiert dabei auf Fuzzylogik. Durch den Einsatz dieses Unschärfesystems hat sich nicht nur die Qualität der Umlagerung verbessert. Auch zeigt es mehr und früher Handlungsoptionen für die Warenmanager.

Geringere Fehlerquote durch Automatisierung 
Im zweiten Abschnitt wurden weitere Planungskomponenten für Tagesumsätze, Umsatzprognosen und unterjährige Planungsanpassung sowie Controlling-Prozesse für Limit-Controlling und unterjähriges Controlling von Warenbeständen realisiert. Durch die automatische Generierung von Berichten, Planungssperren, Bestandshochrechnungen und tagesgenauen Umsatzprognosen gelang es, Fehler durch fehlende Abstimmungen sowie ein oft durch das Tagesgeschäft verspätetes Liefern von Zahlen zu vermeiden: Prognosen und Umlagerungsoptionen sind jeden Morgen vorbereitet.

Die Technologie – effizient, flexibel, funktioniert 
Die Wahl der geeigneten Technologien wurde auf Grundlage der bestehenden IT-Strategie der GERRY WEBER International AG und mit dem Know-how der viadee aus unzähligen Entwicklungs- und Beratungsprojekten getroffen.

So bilden das Spring-Framework und die Entwurfsmuster der viadee die Basis für die Softwarearchitektur. Der Anwender arbeitet jeweils in der ihm bekannten Portalumgebung Liferay. Die Bewertungslogik für die Prognosen und filialbezogenen Bestandsbewertungen ist im Rechenserver gekapselt.

Dieser verwendet die Idee einer marktgebundenen Koordination, d. h. er bewertet den Nutzen eines Artikels für seinen aktuellen Store ebenso wie für alle übrigen per Fuzzy-Regelsystem. Hieraus ergibt sich eine Art Markt mit internen Verrechnungspreisen, mit dessen Hilfe das Warenmanagement hocheffizient Umlagerungsgelegenheiten erkennen und nutzen kann. Die fortlaufende Testautomation sowohl in Bezug auf Funktionalität als auch in Bezug auf die Datensituation war ebenso kritischer Erfolgsfaktor wie das agile Vorgehen nach Scrum. Fachanwender haben auf diesem Weg schrittweise ihre Expertise in Bezug auf die Abwägungsentscheidungen eingebracht und deren Konsequenzen evaluiert.

Diese Entscheidungen ändern sich durch jede angewiesene Umlagerung „on-the-fly“. Und mit ihnen ändern sich Schlussfolgerungen und Empfehlungen binnen Sekunden gleich mit. Diese Geschwindigkeit wurde durch eine „In-Memory-Datenspeicherung“ erreicht. So ist es allen Warenmanagern weitgehend ohne Abstimmung möglich, gleichzeitig zu agieren.

Durch die spezifische Schichten- und Komponentenbauweise der Architektur, mit definierten Schnittstellen zwischen den einzelnen Schichten, ist die Lösung auch innerhalb eines serviceorientierten Ansatzes flexibel einsetzbar.

Feedback


„Das neue Planungs- und Umlagerungssystem ist eine absolute Verbesserung und der Einsatz von Fuzzylogik eine echte Innovation.“

Simone David
Head of Retail Merchandise Management & Planning, GERRY WEBER Retail GmbH


Short Facts

Zielsetzung
  • Wachstum bei konstantem Personalstand
  • Transparenz erhöhen
  • Prognose- und Planungsqualität verbessern
  • Steuerungs- und Handlungsfähigkeit sicherstellen
Rahmenbedingungen
  • Unterschiedliche Planungssysteme für unterschiedliche Kunden
  • Automatisierungsdruck für Umlagerungsvorschläge und ihre Abwicklung
  • Ablösung Excel-basierter Systeme und Desktop-Anwendungen
  • Anbindung an verschiedene Drittsysteme
  • Schwankende Datenqualität
Lösung
  • Integriertes Planungs- und Controllingsystem für Umsätze aller Kunden
  • Umlagerungsmarktplatz zum optimierten und wirtschaftlichen Warenmanagement
  • Flexible Komponentenarchitektur basierend auf offenen Standards
Technologie
  • Fuzzy-Logic
  • RapidMiner
  • Apache Camel
  • Spring
  • Vaadin/Liferay
  • Oracle Database
  • Maven/Hudson
Methoden
  • Scrum
  • Prince2

 


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Łukasz Lis

Łukasz Lis

Dr. Łukasz Lis ist Berater bei der viadee IT-Unternehmensberatung. Neben der Verantwortung für die Entwicklungsabteilung der viadee fokussiert er sich in seiner Beratertätigkeit auf die Analyse der Kundenanforderungen und das entsprechende Matching der IT-Architektur und der Projektorganisation. Im Ergebnis entstehen daraus maßgeschneiderte IT-Lösungen für Kunden aus verschiedenen Branchen.

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