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LNGN Agile Meetup – Ein Rückblick

27.12.18 09:02

Unter dem Titel LNGN Agile Meetup treffen sich alle drei Monate an agilen Methoden interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IT Zentrum Lingen (Ems). Im Kern wird die Fragestellung diskutiert, wie agile Methoden die Entwicklung von Softwareprodukten positiv beeinflussen. Dabei nimmt jedes Meetup eine andere Perspektive ein, sodass zur Beantwortung der Kernfrage methodische, technische und menschliche Aspekte diskutiert werden. Vor allem die viadee lieferte in den vergangenen beiden Jahren inhaltliche Beiträge. Im Folgenden werden diese Inhalte der viadee zum Emsländischen Meetup vorgestellt.

Vortrag während des LNGN Agile Meetups
Large Agile

Unter Large Agile wird die Skalierung von agilen Vorgehensmodellen wie Scrum auf größere Organisationseinheiten verstanden. Hierunter fällt sowohl die Produktentwicklung mit mehreren Scrum Teams als auch die Transformation ganzer Unternehmen. Der Kompetenzbereich Agile Methoden der viadee besitzt Erfahrungen mit mehreren Frameworks zur Skalierung. Die drei bekanntesten Frameworks LeSS, Nexus und SAFe wurden im August 2016 durch Benjamin Wolters vorgestellt und diskutiert.

  • LeSS – Large Scale Scrum – skaliert Scrum mit mehreren Teams, die am selben Produkt arbeiten. LeSS nutzt dieselben Events wie Scrum und bleibt der Methode treu, wobei Sprint Planning und Retrospektive in jeweils zwei Events geteilt werden. Planning 1 wird mit allen Teams durchgeführt und Planning 2 im Anschluss nur teamintern. Umgekehrt verhält es sich bei der Retro: Zuerst retrospektieren sich die Teams und anschließend alle zusammen. Das übrige Vorgehen orientiert sich stark am Scrum Guide. So wird ein Product Owner das Produkt mit bis zu acht Teams realisieren.
  • Nexus verhält sich ähnlich wie LeSS, wobei der Fokus stärker auf der Integration des Produkts liegt. Bis zu neun Teams arbeiten dabei mit Scrum an einem Produkt. Aus jedem Team bilden ein oder mehrere Teammitglieder zusätzlich das Nexus Integration Team, welches technische und fachliche Abhängigkeiten sowie die Produktarchitektur betrachtet.
  • SAFe – Scaled Agile Framework – adressiert die agile Organisation von sehr großen Produktentwicklungen bis hin zu ganzen Unternehmen mit mehreren hundert oder tausend Beteiligten an der Produktrealisierung. SAFe setzt dabei auf ein eigenes Organisationsschema und greift auch strukturell in den Unternehmensaufbau ein. Wer sich mit SAFe beschäftigt, sollte das Modell kritisch hinterfragen, ggf. mit Expertenunterstützung.


Alle drei Ansätze haben zum Ziel, in regelmäßigen Abständen ein funktionierendes Produktinkrement zu liefern. LeSS und Nexus liefern im Scrum-Rhythmus von ein bis vier Wochen und SAFe in der Regel quartalsweise. Eine agile Transformation stellt sicherlich eine besondere Herausforderung für Unternehmensorganisation und Management dar. Mehr dazu findet sich im Artikel meines Kollegen Kay Hildebrand.

Guerilla Kanban

Im Juli 2017 stellte Christoph Meyer Guerilla Kanban vor - eine Methode, um schlecht laufende Projekte durch agile Ansätze wieder auf Kurs zu bringen. Nicht selten sorgen schwierige äußere Umstände, ein stark heterogenes Team, kein Software-Entwicklungsprozess und Ad-hoc-Management für Konflikte und Stress im Projekt. Ein wachsender Berg an Aufgaben, zunehmender Druck auf einzelne Menschen und ein Gefühl der Überforderung machen sich breit.

Dies ist ein Fall für Kanban! Aber was tun, wenn „Agilität“ oder gar „Scrum“ als Begrifflichkeit bereits besetzt und „verbrannt“ sind oder das Management am Wasserfall festhält? Anhand eines Praxisbeispiels zeigte Christoph, wie man auch unter so ungünstigen Umständen Handlungsfähigkeit durch Kanban gewinnt und gemeinsam mit dem Team zu klareren Abläufen, Aufgabenzuordnungen, weniger Stress und Engpässen und insgesamt zu mehr Zeit kommt. Zudem können hierdurch Wissen verteilt, technische Schulden geordnet und auch die Entwicklung nach Prinzipien von Clean Code angegangen werden.

Clean Code

Im November 2017 folgte Björn Meschede mit dem Vortrag „Clean Code: A Hitchhiker's Guide“ für die technische Expertise zu Clean Code. Clean Code Development, Agile Software Craftsmanship, Extreme Programming. Viele Namen – ein Paradigma: Funktionierenden, verständlichen und dauerhaft wartbaren Code schreiben. Was in der Theorie selbstverständlich anmutet, ist in der Praxis oft ein mühsames Unterfangen. Die immer vorhandenen Deadlines, Budgetgrenzen, Hotfixes und wandelbaren Anforderungen sowie viele weitere externe Faktoren lassen auch im ambitioniertesten Clean-Code-Projekt automatisch an vielen Stellen „Bad Code“ entstehen. Ausbildung in Paradigmen und Praktiken und Regeln helfen hier zwar - aber ihre Wirkung ist begrenzt, weil der Alltag deutlich komplexer ist als die Beispiele in Übungen oder Aufgaben einer Code Kata.

Wenn man diese Wirkung verstärken möchte, muss man sich darum kümmern, die richtigen Maßnahmen für das jeweilige Umfeld auszuwählen und dabei den Faktor Mensch stets mit einzubeziehen. In seinem Vortrag zeigte Björn anhand von „kreativen“ Code-Beispielen aus dem Projektalltag einige Clean-Code-Prinzipien und -Praktiken. Wer dann sofort zur Tat schreiten wollte, konnte sich im Anschluss an einer gemeinsamen Code Kata versuchen.

Agile Tool Chains

In diesem Jahr haben sich die Teilnehmer unter dem Titel „Agile Toolchains“ intensiv mit Softwarewerkzeugen auseinandergesetzt, die agile Softwareentwicklung unterstützen. Hier sind Themen wie Containerisierung mittels Docker, Build Systeme wie die Jenkins Pipeline, Aufgabenmanagement, Repository Management mit Git im praktischen Einsatz diskutiert worden. Das Meetup profitiert vor allem durch die umfangreichen Erfahrungen mit entsprechenden Werkzeugen, die die viadee in vielfältigen Projekten einsetzt. Eine kleine Auswahl dazu findet sich im Beitrag das perfekte Tool.

Was bringt 2019?

Im nächsten Jahr werden wieder vier LNGN Agile Meetups stattfinden. Die Themen werden dabei getreu dem Motto von Meetup zu Meetup neu priorisiert, je nach Interesse der Teilnehmer. Das nächste Meetup findet voraussichtlich am 21. Februar 2019 um 18:00 Uhr im Seminarraum 3 im IT Zentrum Lingen statt. Darüber hinaus findet im Frühjahr wieder das Barcamp statt. Dort werden wir je einen Slot zu den Themen „Von der Vision zum Product Backlog“ und „Anomalieerkennung mit Künstlicher Intelligenz“ anbieten. Im September findet die Community in Motion CIM 2019 statt. Weiterhin wird im Frühjahr 2019 ein Treffen von SQL User Group, Azure Meetup, SAP Stammtisch und IT Stammtisch zusammen mit uns Agilisten im IT Zentrum stattfinden.

2019 verspricht also wieder ein spannendes Jahr zu werden. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet uns auf Twitter unter dem Hashtag #LNGNAgileMeetup und auf Github.

Wir freuen uns über jeden erfahrenen und unerfahrenen Neuzugang.

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Benjamin Wolters

Benjamin Wolters

viadee Berater Benjamin Wolters ist Agiler Coach und Daten-Enthusiast. In seiner Beratungstätigkeit als Coach spezialisiert er sich auf methodisches Training für Agile Vorgehensweisen. Als Daten-Enthusiast koordiniert er den Kompetenzbereich Künstliche Intelligenz.