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Unser heimlicher Star auf der JAX: Lego-Mindstorms H25

Dienstag, 30.5.2017


Wer hätte das gedacht? Neben den zahlreichen fachlichen Themen der viadee auf der JAX gab es einen heimlichen Star: unseren Lego Mindstorms Roboterarm H25. Der Roboterarm hatte in einem Tablet-basierten Kartenglücksspiel an unserem Messestand die Aufgabe, den glücklichen Gewinnern die Preise zu überreichen oder den Kopf zu schütteln, wenn es nicht mit einem Gewinn geklappt hatte.

Zum Glück gab es in diesem Fall von unserer charmanten Mitarbeiterin Sonja immer etwas Süßes zum Trost und man konnte auch wiederkommen und es erneut versuchen.
Zum Lego Mindstorms Roboterarm H25 gab es auf der JAX zwei Fragen, die oft gestellt wurden und die ich im folgenden beantworten möchte:

1. Wie funktioniert das Ganze technologisch?

2. Wie alt sollten Kinder sein, damit sie Spaß am Roboter bauen mit Lego Mindstorms haben?

Zur ersten Frage:

Die technologische Frage ist durchaus spannend, denn bei der Tablet-Anwendung handelt es sich nicht um ein speziell zur JAX programmiertes Spiel, sondern um eine Anpassung unseres mobilen Bestellsystems bestellbar®. Eine hybride App (auch nativ für iOS, Android), die auf Bestellprozesse von Speisen und Getränken spezialisiert ist. Mehr dazu unter http://bestellbar.de/. Daran galt es, den Lego Mindstorms Roboter so anzuschließen, dass er im Messekontext störungsfrei funktioniert, was bei der Anzahl an Funknetzen vor Ort nicht selbstverständlich ist.

Die Architektur stellt sich dabei folgendermaßen dar:

LEGO-Mindstorm Architektur
Auf dem hybriden Client haben wir das Promotion-Spiel (In-App-Game) genutzt. Damit kann man sonst, z. B. während einer Happy Hour, den Preis für einen Cocktail auswürfeln. In diesem Fall haben wir die unterschiedlichen Preise dazu genutzt, zwischen Niete und Gewinn zu unterscheiden.

Der erspielte Preis und die Bestellung wurden dann über einen Funkrouter an das bestellbar® Backend in der Google Cloud gesendet. Von dort ging es an den Connector in der richtigen Location, d.h. in diesem Fall an den Connector auf dem Raspberry.

Der Raspberry wiederum führte dann ein Python-Script aus, welches über eine sogenanntes DirectCommand eine Nachricht über USB an den Lego Mindstorms Roboterarm H25 sendete.

Dort wurde die Nachricht in einer „Mailbox“ empfangen und je nachdem, ob es sich um die Nachricht „Niete“ oder „Gewinn“ gehandelt hat, schüttelte der Roboter entweder den Kopf oder er griff sich den Lego-Männchen-Bausatz als Preis und legte ihn vor sich ab. Das Programm selber war in der grafischen Programmierspache für Lego erstellt worden und sah z. B. für das Kopfschütteln so aus:

lego code

Wer sich für die Python-Scripte zum Senden von Direct Commands an den Lego Mindstorms Brick oder für das Programm für den H25 interessiert, kann sich gerne bei mir melden und ich sende den entsprechenden Source Code gerne zu.

viadee auf der JAX 2017

Zur zweiten Frage: Wie alt sollten Kinder sein, damit sie Spaß am Roboter bauen mit Lego Mindstorms haben?

Die Frage kann ich natürlich nur sehr subjektiv beantworten und aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich glaube, auf der JAX ging es vielen wie mir (als IT-ler) vor einigen Jahren, als mein Sohn noch klein war und ich mir ständig die Frage stellte, wann er wohl alt genug ist, mit Lego Mindstorms zu spielen. Zum Glück konnte meine Frau (danke dafür) mich davon abhalten, ihm das Roboter-Set zu schenken bevor er zehn Jahre alt war, denn sonst hätten wir beide daran wohl keinen Spaß gehabt.

Aber zehn Jahre war bei uns ein sehr gutes Alter und Weihnachten die passende Gelegenheit. Nach dem gemeinsamen Zusammenbau des TRACK3R-Roboters und einer kurzen Einführung in die grafische Lego-Entwicklungsumgebung sowie die Basis-Blöcke für die Motorsteuerung, dauerte es nicht lange, und der Roboter fuhr einen komplexen Parcours zwischen jeder Menge leerer Weihnachtsgeschenkverpackungen. Das war möglich, da Lego agiles Entwickeln mit kurzen Feedback-Zyklen perfekt unterstützt. Alle Programmierblöcke, die in das Programm aufgenommen werden, können direkt durch einfaches Selektieren und Senden ausprobiert werden und das führt zu einem direkten Feedback, das unmittelbarer kaum möglich ist. (Also auch eine perfekte Einführung in agiles Projektmanagement.)

Und natürlich war auch der Roboterarm H25 eine Auftragsarbeit meines Sohnes (jetzt bald zwölf), der dafür auch sein FIFA 17 links liegen ließ. Insofern denke ich, dass dieser Alterszeitraum aus meiner Sicht gut für die Kontaktaufnahme zur IT in Form von Lego Mindstorms und auch Scratch und ähnlichen Programmen war.

 


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Dr. Friedrich Budde

Dr. Friedrich Budde

Dr. Friedrich Budde ist seit 1995 bei der viadee IT-Unternehmensberatung. Als Technik- und Methodenexperte kam er besonders in schwierigen und komplexen Projekten der viadee zum Einsatz. Im Jahr 2007 hat er die Geschäftsstelle Köln eröffnet und aufgebaut. Seit 2013 leitet er den Bereich Forschung & Entwicklung und berät seine Innovationsteams und Kunden in den Themenbereichen IT-Strategie, Innovationsmanagement/-methoden sowie agilen Vorgehensweisen.

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